Start Freiwillige Feuerwehr Sollen Feuerwehrleute noch länger Dienst tun?

DEWEZET, Hameln-Pyrmont (tis). Das Niedersächsische Brandschutzgesetz wird überarbeitet und  neuen Erfordernissen angepasst.
Darin enthalten ist noch eine Altersgrenze bis 62 Jahre für den aktiven Dienst. Der Landkreistag ist dafür, diese Altersgrenze anzuheben. Die Feuerwehren lehnen diesab.

Der Gesetzentwurf zum neuen Niedersächsischen Brandschutzgesetz trage laut des Geschäftsführers des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Dr. Hubert Meyer, dem demografischen Wandel in Niedersachsen durch einige begrüßenswerte Maßnahmen Rechnung. Seiner Meinung nach sollte der Entwurf, wenn es um die Altersgrenze für ehrenamtliche Feuerwehrleute geht, aber noch etwas mutiger werden. „Die Altersgrenze von 62 Jahren für ehrenamtliche Feuerwehrleute ist nicht mehr zeitgemäß. Wir sprechen uns vor dem Hintergrund des breiten Erfahrungsschatzes der älteren Kameraden und der immer fitter werdenden Generation ‚60plus‘ für eine Anhebung aus“, erklärte NLT-Geschäftsführer Meyer. Das sehen die Feuerwehren allerdings kritisch. Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die derzeitige Altersgrenze mit 62 Jahren für den ehrenamtlichen Einsatzdienst in den Feuerwehren beibehalten wird. „In diesem Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass eine mögliche Anhebung der Altersgrenze weder die Leistungsfähigkeit noch die Einsatzbereitschaft einer freiwilligen Feuerwehr zukünftig langfristig sichern kann. Ferner nimmt gerade im Altersbereich über 50 die Tauglichkeit etwa im für die Feuerwehren wichtigen Bereich des Atemschutzes deutlich ab“, erklärt der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Michael Sander.
Hameln-Pyrmonts Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke hätte zwar keine Probleme mit einer leichten Anhebung der Altersgrenze. „Aber auf jeden Fall muss eine Altersgrenze landeseinheitlich festgelegt werden. Es kann nicht sein, dass, wie es auch angedacht wird, jede Gemeinde für sich über eine Altersgrenze entscheidet. Das würde zu erheblichen Problemen führen“, erklärt Wöbbecke. Da der Vorschlag zur Anhebung der Altersgrenze ja von den kommunalen Spitzenverbänden gekommen sei, wäre eine Erhöhung der Altersgrenze um ein, zwei Jahre ein Kompromiss zwischen den Kommunen und der Feuerwehr, mit dem er leben könne. Allerdings hält der Kreisbrandmeister gar nichts davon, eine Altersgrenze auch über das 65. Lebensjahr zu verlängern.

Aktualisiert (Montag, den 30. April 2012 um 18:52 Uhr)

 
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